25. September 2007
Pressemitteilung (Auszug)
Nur als dienstleistungs- und kundenorientierte Unternehmen können Krankenhäuser die aktuelle Krise des Gesundheitsmarktes überstehen. Das ist das Fazit der ersten Fachkonferenz für Personalmanagement im Krankenhaus, die am 13. und 14. September 2007 in der Vertretung des Landes Schleswig-Holstein in Berlin stattfand. 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Krankenhäusern, Wirtschaft und Wissenschaft diskutierten die Anforderungen an ein zukunftsfähiges Personalmanagement.
„Das Personal ist die wichtigste Ressource im Krankenhaus“, so Barbara Schulte, Vorstand für Krankenpflege und Patientenservice und Geschäftsführerin des Bildungszentrums für Gesundheitsfachberufe am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, das die Fachkonferenz mitinitiiert hatte. Sie empfahl in ihrem Vortrag eine personalpolitische Neuordnung, die Ärzte und Pflegekräfte deutlich von bürokratischer Arbeit entlastet. Zudem müsse Personal abgebaut werde, um Kosten ein-zusparen.
Dieser Auffassung schloss sich Dr. Behrend Behrends an, Direktor des Klinikums der Charité Universitätsmedizin Berlin. Er diagnostizierte einen akuten Erlösverfall der Krankenhäuser. Ihr Finanzierungsbedarf steige laufend, bei sinkenden Einnahmen. Behrends rechnet daher mit einer weiteren Deregulierung und einem härter werdenden „Verdrängungswettbewerb“ im Krankenhaus-Sektor. Vor diesem Hintergrund müssten die Tarifpartner flexibler werden.
Prof. Dr. Kurt Femppel, ehemaliger Direktor des Personalwesens, Robert Bosch GmbH und Personalvorstand, Dr. Ing. h. c. F. Porsche AG, hält die Mitarbeiter für das höchste Gut der Krankenhäuser. Das Personalmanagement müsse ihre Kundenorientierung fördern, denn Patienten, Mitarbeiter, Führungskräfte und der Betriebsrat seien als Kunden zu behandeln.








.gif)
.gif)


