Grußwort des Schirmherrn
Matthias PlatzeckMinisterpräsident des Landes Brandenburg
Der Begriff „demografischer Wandel“ ist inzwischen nicht zuletzt durch die aktuelle Berichterstattung in den Medien in aller Munde. Die damit einhergehenden Veränderungen unserer Gesellschaft werden uns alle betreffen. Einerseits werden viel zu wenig Kinder geboren – für die daraus langfristig erwachsenden strukturellen Veränderungen müssen Lösungen gefunden werden. Andererseits leben die Menschen länger und dies bei guter Gesundheit – das ist die positive Botschaft. Gefordert ist also die Auseinandersetzung und der aktive, gestalterische Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels. Dazu haben wir uns in Deutschland auf den Weg begeben: Eine neue, stärker auf die Bedürfnisse der Familien ausgerichtete Familienpolitik u.a. mit dem einkommensabhängigen Elterngeld, die Förderung von mehr Beschäftigung von älteren Arbeitnehmern u.a. mit der „Perspektive 50plus“, die beschlossene Verlängerung der Lebensarbeitszeit oder die in der Diskussion befindliche stärkere Hinwendung zu Maßnahmen der frühkindlichen Betreuung und Bildung. Das sind alles Bausteine, mit denen die Gestaltung des demografischen Wandels aktiv angegangen wird.
In
Brandenburg haben wir die Herausforderungen des demografischen Wandels
bereits frühzeitig erkannt. Wir haben als erstes
Bundesland an zentraler Stelle in der Staatskanzlei ein Referat
„Demografischer Wandel“ eingerichtet, welches die Anpassung
der Fachpolitiken an die Herausforderungen des demografischen Wandels
koordiniert. Für die hiervon besonders betroffenen Politikfelder wurden Strategien, konkrete
Projekte und Maßnahmen entwickelt.
So war die
Umsteuerung der Förderpolitik nach dem Prinzip „Stärken
stärken“ auf die wichtigsten in Brandenburg vorhandenen
Branchenkompetenzfelder eine der vordringlichsten Maßnahmen, die
inzwischen auch schon Erfolge zeigt.
Ein weiteres
wesentliches Vorhaben ist die Stärkung und Unterstützung der
Brandenburgischen Familien durch das von der Landesregierung
beschlossene „Familienpolitische Maßnahmenpaket“. So
verfügt Brandenburg als einziges Bundesland inzwischen über
drei „Zentren für Gesunde Kinder“, die nach finnischem
Vorbild durch Zusammenwirken aller mit der Betreuung von Schwangeren
und Kleinstkindern betroffenen Kräfte und dem Einsatz von
ehrenamtlichen Paten ein sicheres und gesundes Aufwachsen unserer
Kinder zum Ziel haben.
Ehrenamtlichem Engagement wird eine
stetig zunehmende Bedeutung im Umgang mit den demografischen
Veränderungen zukommen. Von der zu Beginn dieses Jahres in
Brandenburg gegründeten Landesarbeitsgemeinschaft der
Freiwilligenagenturen erhoffe ich mir hier wichtige Impulse, um
einerseits die Bereitschaft für ehrenamtliches Wirken zu
erhöhen und zugleich die zunehmende Bedeutung
bürgerschaftlichen Engagements für unser Gemeinwesen zu
verdeutlichen.
Die Sicherung der Fachkräfte für
die heute in Brandenburg ansässigen und die künftigen
Unternehmen ist ein weiteres vordringliches Handlungsfeld der
Brandenburgischen Landesregierung. Um die in Brandenburg aufwachsenden
Kinder und Jugendlichen optimal auf ihren beruflichen Lebensweg
vorzubereiten, wird am 12. Mai 2007 in ganz Brandenburg der „Tag
des Offenen Unternehmens“ durchgeführt. Dort werden
Schüler und Lehrer die Chance haben, durch einen Besuch der
ansässigen Unternehmen, die in Ihrer Heimatregion vorhandenen
beruflichen Möglichkeiten, aber auch Anforderungen, kennen zu
lernen.
Grundsätzlich wird von den Fragen zum künftigen Fachkräftebedarf auch der öffentliche Dienst – auch in
Brandenburg – betroffen sein, zumal in den kommenden Jahren
überproportional viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das
Rentenalter erreichen werden. Um Personal zu akquirieren, das sich den
geänderten wirtschaftlichen und gesellschaftlichen
Rahmenbedingungen zu stellen vermag, werden die Verwaltung, das Land
und die Kommunen in einem harten Wettbewerb zur Wirtschaft stehen. Um
so wichtiger ist es, bereits jetzt geeignete Maßnahmen zu
ergreifen, um die öffentliche Verwaltung auf die Anforderungen des
demografischen Wandels vorzubereiten. Vom Praxisforum Personal erhoffe
ich hierfür wichtige Impulse und wünsche Ihnen in diesem
Sinne gutes Gelingen.









