Pressemitteilung (Auszug)

Berlin, 1. Oktober 2008 – Am 29. und 30. September 2008 fand in Berlin die zweite Fachkonferenz für Personalmanagement im Krankenhaus, das Praxisforum Personal, statt. In der Vorwoche hatten 130.000 Teilnehmer einer Großdemonstration in Berlin auf die prekäre Finanz- und Personalsituation in deutschen Krankenhäusern aufmerksam gemacht. Unter dem Eindruck dieser Kundgebung stand der steigende Kostendruck in der Organisationsstruktur im Mittelpunkt der Konferenz. Eine zentrale Frage des Forums lautete, wie das „Krankenhaus der Zukunft“ organisiert sein muss und inwiefern das Personalmanagement zur Wertschöpfung beitragen kann.

Zunächst diskutierten die Referenten die Frage, ob es Alternativen zur üblichen „Dreifaltigkeit“ aus Verwaltungsdirektion, ärztlicher und Pflegedirektion gebe. Nach Ansicht von Prof. Dr. Christian Blöchle, Ärztlicher Direktor der Sana Kliniken in Lübeck, ist eine vorbehaltlose Zusammenarbeit der drei Bereiche in der Klinikführung essentiell für den Erfolg eines Klinikums. Noch aber gebe es „zu viele Partikularinteressen“ und Besitzstandswahrung innerhalb der Krankenhäuser. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Pflegepersonal müsse verbessert, Gewohnheiten hinterfragt und effizientere Strukturen etabliert werden, so etwa genau definierte Behandlungspfade. Dabei seien gerade ärztliche Führungskräfte heute oft überfordert, da sie neben ihrer medizinischen Qualifikation auch Management-Funktionen ausüben müssten.

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