Workshop 4 - Innovative Personalentwicklung – sind Lernmodelle aus der Industrie auf das Krankenhaus übertragbar?


Personalentwicklung im Krankenhaus wird oftmals noch ausschließlich mit seminargebundener Fachweiterbildung gleichgesetzt. Die aktuellen Anforderungen an Mitarbeiter aus allen Bereichen sowohl medizinisch, pflegerisch als auch betriebswirtschaftlich optimal zu arbeiten und das unter Berücksichtigung aller Qualitätsvorgaben bei gleichzeitiger Kundenorientierung, erfordern ein deutlich erweitertes Verständnis der Personalentwicklung.

Die Auto 5000 GmbH (stellt den Touran und den Tiguan her), ein Tochterunternehmen der Volkswagen AG, hat ein besonders erfolgreiches Modell der Personalentwicklung kreiert, dass zum Teil aus Ungelernten hochqualifizierte Facharbeiter während der laufenden Produktion gemacht hat. Entscheidender Faktor des Erfolgs ist die enge Verzahnung von Arbeiten, Lernen und Kommunizieren im Produktionsprozess, die im Industriebereich bislang beispiellos ist. Darüber hinaus wird der Qualifizierungsbegriff auch auf Themen permanenter Prozessverbesserung erweitert. Die Qualifizierungsprozesse werden dabei mit einfachen EDV- Tools unterstützt. Zusätzlich zum Manteltarifvertrag gibt es bei Auto 5000 einen umfassenden Qualifizierungstarifvertrag, der sowohl den Arbeitgeber wie auch den Mitarbeiter zur Weiterbildung verpflichtet.

Inwieweit ist ein derartiges Modell, bzw. einzelne Bestandteile, aus der Industrie auf das Krankenhaus übertragbar?

 
Gernot Glander
Leiter Personal- und Organisationsentwicklung, Auto 5000 der Volkswagen AG

Karlheinz Jung
Leiter des Geschäftsbereichs Personal, Kooperationen und Wirtschaft, Universitätsklinikum Freiburg

 

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Universitätsklinikum Schleswig-Holstein Projektservice SWOP